Die erste Phase des Studiums ist beendet und Sie haben den Bachelor in der Tasche. Nun trennt sich die Spreu vom Weizen. Einige wollen eine berufliche Laufbahn einschlagen. Für andere Absolventen ist der Wunsch nach einem weiterführenden Studium und das Ziel des Erhalts einer wissenschaftlichen Tätigkeit sehr groß. Sie wollen sich für den Master einschreiben.

 Allerdings gibt es in Deutschland tausende Studiengänge, die mit dem Master abschließen. Alle Hochschulen bieten hier eine für sie typische Auswahl verschiedener Masterstudiengänge an. Warum nicht jeder Mensch für einen Master geeignet ist, ob Masterstudiengänge wirklich Sinn machen und wie Sie nach Ihrem Bachelor den richtigen Master finden können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Grundlegendes zu Masterstudiengängen

Zunächst einmal sind die konsekutiven Masterstudiengänge am weitesten verbreitet. Die Universitäten bieten auf ihren Internetpräsenzen verschiedene Informationen zu den an den Bachelor anschließenden Studiengängen. Generell unterscheidet man Master of Arts (M.A.), Master of Education (M.Ed.), Master of Business Administration (MBA), Master of Fine Arts (M.F.A.), Master of Engineering (M.Eng.), Master of Laws (LL.M.), Master of Science (M.Sc.) und den Master of Music (M.Mus.).

Wer einen weiterführenden akademischen Grad erlangen will, sollte sich zunächst nach seinem Bachelor richten. Es geht nicht, dass jemand mit dem Bachelor of Arts nun ein Masterstudium in einem fachfremden Bereich macht. In vielen Fällen kommt bei der Auswahl ein erschwerender Faktor hinzu: Die Hochschulen legen Beschränkungen fest. Der Numerus Clausus (NC) spielt häufig eine tragende Rolle. Erreichten Sie im Rahmen des Bachelors eine mittelmäßige Leistung, könnte das weitere Studium gefährdet sein. Andere Universitäten in Deutschland haben andere Richtlinien. Dort gelten Praktika und Motivationsschreiben als Grundlage für den Eintritt in höhere Studiengänge mit spezialisierten Abschluss.

Ablauf und modularer Aufbau des Masterstudiengangs in Deutschland

In Deutschland hat das Studium zur Vertiefung der bereits erworbenen Kenntnisse eine Dauer zwischen 2 und 4 Semestern. Ein Semester entspricht einem halben Jahr. Die Semester selbst sind ihrerseits wieder in bestimmte Module unterteilt. Bei den Masterstudiengängen kommt es darauf an, ob Sie ein konsekutives oder ein nicht-konsekutives Studium wählen.

  • Das konsekutive Studium knüpft unmittelbar an den Bachelor an. Inhaltlich greift es das fundierte Wissen aus der Zeit des Bachelors auf und vertieft es.
  • Wenn Sie sich für Studiengänge an Hochschulen mit nicht-konsekutivem Angebot interessieren, erhalten Sie Einblicke in völlig neue Dimensionen. Nicht-konsekutive Studiengänge gehen nämlich in eine völlig andere inhaltliche Richtung als der zuvor erreichte Bachelor. Der Vorteil besteht darin, dass Sie nach Abschluss zwei Fachgebiete haben. Ihr Input ist größer. Wer bereits eine lukrative Arbeit in Aussicht hat, für den könnte die Wahl eines nicht-konsekutiven Studiums ein Vorteil sein. Wenn Sie sich lieber auf Ihr Gebiet spezialisieren wollen, dann ist das nicht-konsekutive Studium eher die zweite Wahl.

Die Module beinhalten unterschiedliche Bereiche und sind theoretischer Natur. An Hochschulen in Deutschland sieht es der akademische Aufbau vor, dass die Module aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt sind. Stellen Sie sich auf eine Mischung aus Vorlesungen, Lehrveranstaltungen, Seminare und Übungen zur Festigung des Wissens ein. Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab. Sie erhalten eine Note.

Um den Abschluss zu erhalten, müssen Sie die Prüfungen bestehen. Aus diesem Grund spielt die korrekte Prüfungsvorbereitung eine wichtige Rolle für Sie. Wenn Sie nicht wissen, wie man richtige auf eine Prüfung vorbereiten soll, können Sie professionelle Hilfe beauftragen.  Ihr Ausgang ist maßgeblich für die Endnote Ihres gesamten Studiums im Aufbau verantwortlich. Die Prüfungen selbst finden auf unterschiedliche Weisen statt, so sieht es Deutschland an seinen Hochschulen vor. Wie Sie sicher wissen, kommt es für den Abschluss auf die Anzahl der Credit Points an. Diese steht in Abhängigkeit zur Höhe der Punkte beim bestandenen Bachelor. Der Bachelor umfasst 240 oder 180 Credit Points. Bachelor und Studiengänge im Sinne eines Masterstudiums erreichen zusammen 300 Punkte, weswegen das Masterstudium zwischen 60 und 120 Credit Points haben muss. Die Credit Points sammeln Sie beim Besuch von Seminaren, Lehrveranstaltungen und Vorlesungen. Umso mehr Credits Sie haben, desto mehr Eigeninitiative haben Sie gezeigt.

Ist das weiterführende Studium etwas für Sie?

Diese Frage können Sie sich durch Selbstbeobachtung beantworten. Fühlen Sie sich an Hochschulen wohl und wollen Ihr Grundwissen noch vertiefen? Dabei nehmen Sie gerne in Kauf, dass Sie noch kein Einkommen erzielen? Dann ist das weiterführende Studium eine hervorragende Wahl.

Nach dem Abschluss können Sie gleich mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen. Welches Studium in diesem Sinne in jedem Fall zu guten Berufsaussichten führt, ist schlecht zu sagen. Momentan liegen alle Berufe im Zusammenhang mit mathematischen und technischen Inhalten weit vorne. Besonders gefragt und bei Arbeitgebern beliebt ist alles, was mit Informatik in Verbindung steht. Doch wählen Sie Ihr Masterstudium niemals ausschließlich nach der Arbeitsmarktsituation aus. In diesem Fall hätten Sie nach dem Abschluss in Deutschland zwar viel Geld, doch das fordert seinen Tribut.

Auswahlkriterien (absteigend):

  • Freude am Studium
  • Endorphine bei Tätigkeitsausübung
  • Zukunftsorientierung
  • Gute Job-Aussichten

Sie haben das Studium satt und wollen nach dem Bachelorstudiengang endlich Geld verdienen? Dann ist das Masterstudium womöglich nicht die erste Wahl. Sicherlich können Sie bedenken, ob ein längeres Studium an einer Hochschule, Fachhochschule oder Fernuniversität letztendlich nicht doch lukrativer wäre. Allerdings zeigt sich, dass die meisten Absolventen mit dem Wunsch nach eigenem Einkommen ihr Studium nach dem Bachelor tatsächlich beenden. Dann ist das Einstiegsgehalt zwar niedriger. Doch mit geeigneten Weiterbildungen können Sie auch dieses kontinuierlich steigern. Ein hohes Gehalt hängt nicht ausschließlich von einer akademischen Laufbahn ab.

Den richtigen Masterstudiengang wählen

Nicht jeder Abschluss ist gefragt. Auch die Hochschulen in Deutschland und im Ausland arbeiten unterschiedlich und sind nicht alle für ihren hochwertigen Masterabschluss bekannt. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich vor der Immatrikulation belesen und ausreichend informieren. Vor der Auswahl dürfen Sie verschiedene Angebote durchstöbern.

Sehen Sie sich an, welche Voraussetzungen für den von Ihnen angestrebten Job gelten. Wo sollten Sie sich verbessern und welche Spezialisierungen sind für Firmen interessant? Tragen Sie Informationen zusammen, befragen Sie Kontaktpersonen, Dozenten, Professoren zum Wunschbereich. Nur so werden Sie den richtigen Einstieg finden. Auch die Bundesagentur für Arbeit kann Sie dabei unterstützen. Alternativ bietet das Statistische Bundesamt weiterführende Informationen zu Stellen, Stellenanzahl und zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Sie haben bestimmte Anforderungen an den Studiengang?

Suchen Sie gezielt nach seriösen Anbietern, die eine Eingrenzung der vielen Masterabschlüsse bieten. Per Ausschlussverfahren finden Sie dann heraus, was wirklich zu Ihnen passt. Alternativ können Sie einen Test bei verschiedenen Hochschulen virtuell oder lokal ablegen. 

Anschließend ist ein Blick in die Zugangsvoraussetzungen und in das Modulhandbuch ebenso sinnvoll: Das Einholen der Informationen zu Aufbau, Ort, Kosten, Semestern und Rang der Universität.

Ist die akademische Einrichtung nicht in Ihrer Nähe und bislang haben Sie wenig von ihr gehört? Dann begeben Sie sich auf eine kleine Reise und besuchen Sie eine von der Uni, Fachhochschule oder Fernuniversität angebotene Vorlesung als Gasthörer. Auf diese Weise erhalten Sie einen umfassenden Einblick und können für sich festlegen, ob diese Einrichtung in Ihre engere Wahl kommt oder nicht. Wenn Sie so frei sind, können Sie sich auch mit den Studenten dort austauschen. Befragen Sie sie nach ihren Erfahrungen, werten Sie kritisch aus und lassen Sie sich nicht von Aussagen zur Umgebung und einem aufregenden Standort beeinflussen.

 

 

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